Spurwechsel – Wachstum neu gedacht

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„Die gegenwärtige Wirtschaftsordnung ist eine Gefahr für die Demokratie, für den sozialen Frieden und die Menschenrechte. Es ist wichtig sich zu engagieren für demokratische, solidarische und ökologische Alternativen.“

Stéphane Hessel („Empört euch“)

 

Doch wie könenn wir unser Wirtschaften demokratisch, solidarisch und ökologisch gestalten? Welche Alternativen gibt es von Green Growth bis zu Postwachstum? Diese Fragen wollen wir mit der Veranstaltungsreihe „Spurwechsel – Wachstum neu gedacht“ aufgreifen. Im Rahmen von Vorträgen, einem Workshop, sowie einer Abendveranstaltung im Deutschen Theater wollen wir Zukunftsformen, Chancen und Herausforderungen unseres derzeit stark auf Wachstum ausgelegten Wirtschaftssystems beleuchten und diskutieren.

Folgende Termine finden im Rahmen der Reihe statt:

1. Workshop „Die Transformation zu einer Postwachstumsgesellschaft – Probleme, Herausforderungen, Kritik?“

Wann: 15. November 2016, 16:15 bis ca. 19:00

Wo: Seminarraum Erdgeschoss Humboldtallee 3 (Professuren für Statistik und Ökonometrie)

Das Wachstumsparadigma bestimmt nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften die Modelle, sondern auch die öffentliche Diskussion über Fortschritt und Zukunft. Eine demokratische Gesellschaft ohne Wachstum scheint dadurch oft „nur“ eine Utopie. Wir wollen uns in einem Workshop, der von Dana Giesecke von der Stifung FuturZwei geleitet wird, mit Kritik und Herausforderungen an der Postwachstumsökonomie beschäftigen und diskutieren ob und wie eine „Transformation“ möglich ist und welche Vor- und Nachteile diese Alternative zu unserem derzeitigen Wirtschaftssystem mit sich bringt.

Die Teilnahme am Workshop steht allen Studierenden und Promovierenden der Universität Göttingen offen und die Anmeldung ist ab sofort möglich. Sendet dazu einfach bis zum 5. November eine E-Mail an info@kriwigoe.de und gebt euren Namen und euren Studiengang an.

Hier geht es zur Internet-Präsenz von FuturZwei

 

2. Die offene Gesellschaft: Debatte mit Harald Welzer, Jan Grossarth sowie Fachleuten aus Göttingen

Wann: 24. November 2016, 19:45 bis 22:15

Wo: Deutsches Theater Göttingen

Anmeldung/Kosten: Eintritt frei, Reservierung möglich beim Deutschen Theater

Unter dem Dach des bundesweit erfolgreichen Formats »Die offene Gesellschaft« diskutieren im Deutschen Theater Göttingen der Sozialpsychologe und Begründer der Stiftung Futurzwei Prof. Harald Welzer (»Selbst denken – eine Anleitung zum Widerstand«) und der FAZ-Wirtschaftsredakteur Jan Grossarth (»Vom Aussteigen & Ankommen«) die Frage: „Wie wollen wir zukünftig wirtschaften?“.  Anschließend kann das Publikum mit Fachleuten aus der Göttinger Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren, wie ein Wandel in Göttingen aussehen soll. Mit dabei u.a. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Agrarökonom Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Mitglied des Stadtrats für Die Grünen Dr. Dagmar Sakowsky, Finanzwissen-schaftler Prof. Dr. Robert Schwager.

Zur Facebook-Veranstaltung geht es hier

 

3. Vortrag von Uwe Schneidwind: „Wie eine „transformative Wirtschaftswissenschaft“ für eine Postwachstumsökonomie auf den Weg bringen?“

Wann: 02. Dezember 2016, 18:00 bis 19:30

Wo: ZHG 002

Anmeldung/Kosten: keine

In seinem Vortrag zeigt Uwe Schneidewind (Leiter des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie), dass die Umsetzung einer Postwachstumsökonomie auch eine neue Form der Wirtschaftswissenschaft braucht. Doch wie ist diese unter den gegebenen Strukturbedingungen im Wissenschaftssystem umzusetzen? Der Vortrag geht auf die Bedeutung von heterodoxen Zentren und Inseln für eine alternative Wirtschaftswissenschaften, auf die Bedeutung von Reallaboren und Feldexperimenten sowie auf neue Formen von Bündnissen für die Durchsetzung einer transformativen Wirtschaftswissenschaft ein.