Wir sind eine interdisziplinäre Gruppe von Student_innen in Göttingen. Wir setzen uns kritisch sowohl mit dem Mainstream der ökomomischen Lehre, als auch mit heterodoxen Ansätzen der Wirtschaftswissenschaften auseinander. Weitere Informationen zur Kritik an der aktuellen VWL finden sich beim Netzwerk Plurale Ökonomik und den International Students for Pluralism in Economics. Unsere Gruppe ist mit diesen beiden Organisationen assoziiert.

Aktuelles

Dear students,

we are happy to announce another student-lead seminar for the upcoming summer semester. It is a two-part course suitable for all students interested in learning how a modern financialized economy functions. There are no prerequisites but an undergraduate course in macroeconomics will be helpful to get the most out of the second part of the course. The first part will continue in the tradition of the seminar Political Economy of Finance (WiSe 17/18) by Mathis Richtmann. The credit theory of money, the banking system, shadow banking and financial instability will be central themes. The second part will relate these themes to the big picture of monetary economics and central bank policy implementation.

The seminar is organized as weekly reading and discussion sessions and we welcome all students to join us. The first session will be on April 18th from 12 to 2pm and takes place at PFH 6.101. The room is located in the building at Weender Landstr. 3 on the 6th floor. It is a university room rented at Private Fachhochschule Göttingen. You can find more detailed directions to the room on Stud.IP. Since this seminar is part of Göttingen University curriculum you may be eligible for ECTS. This definitely is the case for students of the faculty of economics studies (economics, business administration, BA- and MA-level).

From the seminar outline:

“In this seminar we want to focus on the functioning of the modern financialized economy. The financial system can facilitate economic growth and give entrepreneurs access to funding needed to develop new products and processes, while at the same time financial crisis reveal the devastating effect that finance can have on the economy. This seminar takes a closer look at the institutional details of the modern financial system. This includes reading and discussing texts on money creation, modern banking systems, shadow banking, and financial instability. In the second part of the seminar we will study how different schools of monetary economics look at money, banking and the economy. Studying the New Keynesian, Post Keynesian and Austrian approaches to macroeconomics will paint a more complex picture of the competing theories in the field of monetary economics.
This is a student-lead seminar jointly organized by the Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen and the Chair of Economic Policy, Prof. Bizer. The idea is to read and discuss selected articles in class. In order to take the seminar for credit you are encouraged to write a short seminar paper on a topic of interest that is related to the course.
To get a feeling of what this course will be about, I encourage you to read “Money creation in the modern economy” by the Bank of England (2014) before our first session.”

Here the Link to UniVZ: Here the link to UniVZ:
https://univz.uni-goettingen.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=244856&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

We are looking forward to seeing you soon!

Oigo Paz – “I hear peace”

Working remotely for the peace in Colombia; a student group from Göttingen visits KriWiGoe

In 2016, the Colombian Government and the FARC guerilla reached an agreement to establish the end of more than 50 years of armed conflict.
In this event, the Critical Economist group of Göttingen invites the OIGO PAZ members who will discuss the history of this conflict referring to the causes and actors that were involved. On this occasion, they introduce their work concerning the peace building process in Colombia. There will be also plenty of space for open questions.

The event is open for any person that is interested. The talk will be provided in English.

Date: Monday, 28th January; 7:30 pm

Place: KWZ (center of cultural studies – near Turmmensa) 0.603

Podiumsdiskussion: “Klima, Kapitalismus und Kooperation: Klimaschutz zwischen politischem Willen und ökonomischer Kalkulation”

“Obwohl die ökologische Krise in jüngerer Zeit durchaus politisiert worden ist und auch im herrschenden Diskurs als Problem wahrgenommen wird, scheinen sich die ihr zugrunde liegenden Produktions- und Konsummuster – mit staatlich- politischer Unterstützung – zu verfestigen und global zu verallgemeinern. […] Die Krise gesellschaftlicher Naturverhältnisse muss folglich in engem Zusammenhang mit strukturierten sozialen Macht- und Kräfteverhältnissen und der grundlegenden Krisenhaftigkeit kapitalistischer Gesellschaften verstanden werden.” – Ulrich Brand und Markus Wissen

Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert dar. Dem Weltklimarat zufolge erfordere das benötigte 1,5°C- Ziel eine “rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft”. Die negativen Konsequenzen davon werden nicht erst in der weit entfernten Zukunft eintreten, sondern sind – vor allem in Ländern des Globalen Südens – schon heute zu spüren. Dennoch sucht die neoklassische Wohlfahrtstheorie nach dem nutzenoptimalen Belastungsniveau, nicht nach dem minimalen. Inwiefern fördert bzw. verhindert diese ökonomische Rationalität eine angemessene Bewältigung der Klimaherausforderung? Welche Rolle spiellen Ökonomisierungs- und Finanzialisierungsprozesse in der Klimapolitik und welche Anreizstrukturen bestimmen die agierenden Parteien? Welche konkreten Lösungsansätze stehen uns zur Verfügung und welche Schwierigkeiten sind dabei festzustellen, insbesondere im Bezug auf die Verhaltensweise relevanter ökonomischer und politischer Akteure?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, veranstaltet die Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen eine Podiumsdiskussion zum Thema “Klima, Kapitalismus und Kooperation: Klimaschutz zwischen politischem Willen und ökonomischer Kalkulation”. Die Gäste sind Dr. Fünfgelt (Brot für die Welt), Prof. Dr. Weimann (Uni Magdeburg) und Nilda Ankermann (Uni Kassel/ ILA-Kollektiv), unter der Moderation von Dr. Blankenberg (Uni Göttingen). Die Podiumsdiskussion findet am 24. Januar um 18 Uhr im ZHG 001 statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer mit Interesse an der Frage, wie zukünftige Kooperation zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aussehen kann, um solidarisches, kooperatives und ökologisches Handeln zu begünstigen.

“Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren. Das ist die Kernbotschaft des Berichts (IPCC Sonderbericht 2018). Die nächsten Jahre sind entscheidend, damit unser Planet nicht aus dem Gleichgewicht gerät.” – Svenja Schulze, Bundesumweltministerin

10 Jahre Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen

Im Lichte deGalar Finanzkrise haben wir uns vor zehn Jahren als studentische Initiative gegründet, um uns für Pluralismus in Forschung und Lehre in den Wirtschaftswissenschaften einzusetzen. Am 30. November 2018 wollen wir unser zehnjähriges Jubiläum feiern: 10 Jahre Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen sind auch 10 Jahre nach der Wirtschafts- und Finanzkrise und der folgenden Euro-Krise. Ein passender Zeitpunkt also, nicht nur die vergangenen 10 Jahre kritische Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen Revue passieren zu lassen, sondern auch über die wirtschaftlichen Ursachen der Finanzkrise, sowie deren gesellschaftliche und politische Folgen zu diskutieren.

Hierzu laden wir alle Interessierte, Freunde, Ehemalige und Unterstützer am 30. November 2018 um 18:30 in die Paulinerkirche ein.  Wir dürfen zu diesem Anlass Heiner Flassbeck in Göttingen begrüßen.  Der ehemalige Chefvolkswirt bei der UNCTAD (UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung) von 2003 bis 2012 und Herausgeber des Onlinemagazings Makroskop hat sich seit vielen Jahren mit der Krise der Wirtschaft und der Wirtschaftswissenschaften auseinandergesetzt.

Wir freuen uns, mit vielen Gästen gemeinsam die letzten 10 Jahre Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die kommenden 10 Jahre zu werfen!

Einsteiger_innen-Treffen am 29.10. um 19:30 Uhr

Dir hat schon immer etwas in deinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium gefehlt? Du hast gerade mit dem Studium begonnen und findest, Makro und Mikro werden realitätsfern gelehrt?
Die Hochschulgruppe ist ein Raum, um offene Diskussionen zu führen und deine Ideen zu verwirklichen!
Die Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissenschaften an der Uni Göttingen ist interdisziplinäre Gruppe von Student_innen in Göttingen. Wir setzen uns kritisch sowohl mit dem Mainstream der ökonomischen Lehre, als auch mit heterodoxen Ansätzen der Wirtschaftswissenschaften auseinander. Durch viele eigene Veranstaltungen, darunter auch Lehrveranstaltungen wie Ringvorlesungen und Seminare, erweitern wir die Lehre an der Universität um eine pluralistische Perspektive. Jede Woche treffen wir uns montags (Raum KWZ 0.603) um 19:30 und diskutieren aktuelle politische und ökonomische Entwicklungen, schauen Filme, organisieren Projekte, Events und vieles mehr.

Beim Einsteiger_innenabend wollen wir Euch kennenlernen, einen kleinen Einblick in unsere Projekte geben und bei Snacks und Getränken den Abend ausklingen lassen. Kommt vorbei!

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Ringvorlesung “Caring, Sharing, Cooperation – Ökonomie jenseits des Homo oeconomicus”

Programm der Ringvorlesung 18/19
Mit Klick auf das Bild vergrößern

Die HSG Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen bieten im Wintersemester 2018/19 eine weitere Ringvorlesung an. Unter dem Titel “Caring, Sharing, Cooperation – Ökonomie jenseits des Homo oeconomicus” werden in diesem Semester unter anderem folgende Fragen behandelt: Handeln wirtschaftliche Subjekte immer “eigennützig” und “rational”? Was genau verstehen die Wirtschaftswissenschaften unter diesen Begriffen? Welche Alternativen gibt es, das wirtschaftliche Verhalten des Menschen zu analysieren und zu verstehen?

Die Vorlesung soll Studierenden der Unversität Göttingen die Möglichkeit geben, ein Bild der Theorienvielfalt in der Volkswirtschaftslehre zu erlangen und somit die bestehende Lehre an der Universität Göttingen ergänzen. Ausgehend von der Betrachtung des Homo oeconomicus und den Neuerungen durch die Verhaltensökonomik, sollen in der VWL vorherrschende Menschenbilder und deren Auswirkungen auf Forschung, Gesellschaft, Umwelt und Unternehmen diskutiert werden. Im Anschluss sollen alternative Konzepte, in Anbetracht der aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen, kritisch hinterfragt werden. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, auf welche Weise soziales, umweltschonendes und kooperatives Verhalten in verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen betrachtet wird und wie es im Wirtschaftsprozess wirkt.

Die Vorträge der Ringvorlesung werden von verschiedenen Referent*innen aus Deutschland und aus dem EU-Ausland gehalten. Ergänzend dazu, werden die Inhalte und Diskussionspunkte der Vorträge in Tutorien vertieft. Die Veranstaltung findet im Wintersemester 2018/19 wöchentlich Donnerstags von 16.00-17.30 Uhr in ZHG 001 statt. Zusätzlich zur Ringvorlesung wird es Übungen zur Nachbereitung der Inhalte geben. Die Übungen sollen weiteren Platz für Diskussionen und Wiederholung der Themen mit Blick auf die Abschlussklausur bieten. Studierende der Wirtschaftswissenschaften (BWL/ VWL) können sich die Teilnahme an der Vorlesung über das Modul “Heterodoxie in der VWL” anrechnen lassen (6 Credits). Studierende anderer Fachrichtungen wenden sich bitte an die jeweiligen Prüfungsämter.

Weiter Infos zur Anmeldung für Studierende gibt es hier

 

Kate Raworth Guest Lecture in Göttingen – Doughnut Economics: How to Think Like a 21st Century Economist

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At the end of April, our student group had the pleasure to welcome Kate Raworth in Göttingen, to present us in a full lecture hall her concept of “Doughnut Economics”. In contrast to the current mainstream in economics – where the world is almost religiously explained by simplistic and unrealistic three letter models and where exponential growth “at any cost” is the highest good – Kate proposes a refreshing and far more holistic approach:

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According to her “doughnut“, in order to thrive, an economy needs to stay within its ecological means (imagine that!) and at the same time provide a social foundation to all its constituents. Since current economics – in particular with respect to teaching – focus mainly on market interactions between households, companies and the government, the discipline misses large parts of the big picture and is far from apt to tackle today’s growing global challenges. With much eloquence and charisma, Kate presented us the above ideas and many more.

Unfortunately, we did not record the guest lecture. Luckily, however, Kate has a TedX Talk that we can highly recommend:

And a similar lecture to the one given in Göttingen is available here (1h30 long).

We thank Kate Raworth and Jonathan Barth for having stopped by and Johanna for the organization!

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P.S. Link to all the photos of the event here.

 

 

 

 

Development: Between Model and Reality – Panel discussion on Janury 31st at 4 pm in ZHG 103

26730594_1649768521752232_5044686955872470679_n As final event of our Lecture Series – Current research topics in heterodox economics we will host a panel discussion and focus on the applicability of research on development in praxis – Is development theory suitable for the world in the 21st century?
Precisely, we want to discuss the following main questions:
· Which ethical problems do we face in development theory and the practice of international development cooperation?
· Are randomized control trials (RCT) really the gold standard of development economics?
· What should the German role in international development cooperation be like?
We are very glad to announce the following panelists:
· Prof. Dr. Helmut Asche: He currently is honorary professor at the University of Mainz at the Institute for Ethnology and African Studies. From 2012 to 2014 we was the founding director of the DEval, the German Institute for Development Evaluation. Fomerly he also worked for the GTZ (predecessor organisation of the GIZ) in Rwanda, Burkina Faso and Kenya.
· Dr. Svenja Flechtner: She is post-doc at the FU Berlin. Her research focuses on economic and human development in the context of socio-economic inequalities as well as ethical questions in behavioral and development economics.
· Prof. Dr. Sebastian Vollmer: He is professor at the Chair for Development Economics at the University of Göttingen and Director of the Centre for Modern Indian Studies (CeMIS).
The discussion will be co-moderated by Theresa Neef from Berlin and Johannes Zieseniß from Göttingen.
We are looking forward to see you all there on Jan 31th at 4 p.m. in ZHG 103 🙂
If you have got any questions concerning the panel discussion, please do not hesitate to contact us.